Montag, 3. Juni 2013

Tagträume ...

 ... und damit mein ich nich die, in denen ich hier so Monat für Monat in meiner Sofaecke versinke, mein Phlegma pflegend, nö, ich meine solche, von denen man manchmal am hellerlichten Tag eingeholt wird. Öhm, is mir gerade nich passiert, aber dem Teenager des Hauses. Anfang 2008 hatte ich klebenderweise überlegt, was für mein kleines Mädchen wohl Glück bedeuten könnte:


Fünf Jahre später sieht das so aus:


Der Teenager hat sich eine Spielgefährtin geleistet. Okay, gespielt wird da eher selten, genau genommen wird da meistens gearbeitet. Bodenarbeit. Nich dass ich davon den blassesten Schimmer hätte, aber solche und ähnliche Begriffe fallen hier jetzt regelmäßig. Überhaupt find ich, dass ich mir von der Energie und Zielstrebigkeit der jüngeren Mitbewohner ruhig ein Scheibchen abschneiden könnte. Für den Anfang hab ich 'nen (längst überfälligen) Beitrag für's Familienalbum geleistet.








Der Wille is also da, bloß fehlt mir noch immer die richtige Motivation. Layouts bauen macht halbwegs Sinn, der Mensch braucht schließlich ein Fotoalbum. Aber sonst so? Ich hab hier so viel tolles Material, Stempel, Papier, Draht, Blech, Stoff, komplizierte Maschinen ... Hah, und Zeit hab ich! Und Bücher, Blogs und richtig gute Vorturner in ersteren und letzteren. Aber es kommt nix. Vielleicht hat jemand von Euch 'ne Idee für 'ne klitzekleine Challenge? Möglicherweise was kleines, aber doch ganz feines - für Hand und Hirn?

Montag, 3. Dezember 2012

Adventzzzzzkalender ...

... sorry, gibt's bei mir nich. Ich kann höchstens auf den vom Teenager verweisen, ganz wie ein solcher rebelliert das Mädchen in der Familie nämlich gegen die jahrelange Weihnachtsmüdigkeit ihrer Eltern und verzehrt sich nach adventlicher Heimeligkeit, Sternenglanz und Tannengrün. Wir haben ihr 'ne Kevin-Allein-Zu-Haus-DVD gekauft und kleine Päckchen gewickelt, von Kerzen wird sie sich vorerst bei den Omas bescheinen lassen müssen.


Ansonsten war am Wochenende endlich Gelegenheit Fotos vom Urlaubsalbum zu machen, ich geh im Dunkeln aus dem Haus und wenn ich wieder heimkomme, dann isses bereits wieder dunkel. Bisschen Licht gab es dann Sonntag auf der Terrasse, meine Tageslichtlampe hat natürlich ausgerechnet in der dunkelsten Jahreszeit beschlossen ihren Geist aufzugeben. Vielleicht mögt Ihr ja trotzdem ein paar schlecht fotografierte Einblicke haben:




Dafür, dass ich aufgrund des Handy-Desasters fast keine Fotos hatte, isses dann doch noch ein ordentlicher Schinken geworden. Ich hatte mir vor dem Urlaub im Schreibwarenladen ein A5-Ringbuch gekauft und wild benäht. Im Urlaub wurde einfach alles Papier, Programmflyer, Tickets usw. in eine Tüte gestopft und zuhause ausgeschüttet, gesichtet und sortiert. Das System werd ich beibehalten - im Vorfreudentaumel das Album bauen, denn genau dann hab ich am meisten Lust dazu. Unbedingt Ringbuch, weil ich mich nich auf eine bestimmte Seitenzahl festlegen muss. Nach dem Urlaub dann archivieren. Fand ich gut. Vielleicht schaffen wir ja beim nächsten Mal ein paar Notizen zu machen zwischendurch, um die ein oder andere Stimmung unreflektierter festzuhalten, aber so war das trotzdem ganz okay.

Wenn ich demnächst trotz typischer Dezembertermine etwas Zeit (und Lust) finde, werd ich mal die Nähmaschine ölen und in Gang setzen, weil Scrappen is nich - die Druckerpatronen sind leer. ;)

Donnerstag, 22. November 2012

Kalte Füße?

Hah, gibt doch immer wieder einen Grund, auf dem unsäglichen November rumzureiten. Wollsocken liebt man oder hasst man - aber gegen kalte Füße, die beim Rumlungern auf dem Sofa störend wirken können, sind sie auf jeden Fall mein Mittel der Wahl. Einmal im Leben hab ich auch schon ein Paar gestrickt, ganz am Anfang des neuerlichen Hypes und natürlich aus so einer kunterbunten Farbwechselwolle. 

Wie gesagt, ein einziges Mal nur, ich hab wenig Geduld im Umgang mit Nadelspielen. Bin sowieso eher Freund der Häkelhaken. Häkeln haben mir Mutter und Oma schon beigebracht, na ich glaub bevor ich lesen und schreiben konnte. Da kenn ich mich aus, das geht auch viel besser Freestyle als die Strickerei. Und Freestyle lieb ich ja. Als ich neulich mit 'ner Kollegin über wieder in Mode gekommene "Granny Squares" kicherte (okay, früher hießen die noch nich so), traf die Netzrecherche diesen mysteriösen Ort in meinem Kopf, der Purzelbäume schlägt, wenn mehr als vier Knallfarben auf engem Raum zusammentreffen. Mal ehrlich, kann man hier widerstehen?

Paar Klicks weiter landete ich auf crochetme.com, noch zwei Klicks weiter auf dieser Seite mit kostenfreien Granny-Square-Ideen. Für 'ne Registrierung gibt's den Download. Sofort in der Mittagspause zu Karstadt gerannt, Sockenwolle gefunden und - äh, Flunsch gezogen und Augen gerollt. Neben vielen Grau- und Brauntönen gab es bloß ein gewagtes Bordeaux und ein überschwängliches Beige. Kurze Besinnung. Mhm, wenn ich dieses bei mir sehr kleine kreative Zeitfenster des Fingerjuckens jetzt nich genutzt hätte, dann wären all die schönen bunten Squares in meinem Kopf wieder im Nirvana verschwunden bevor der DHL-Bote die Wollbestellung auch nur in sein Auto hätte laden können. Also griff ich zu Grau und Bordeaux und den knalligsten Baumwollgarnen, die mir in die Augen sprangen. Englischsprachige Häkelanleitungen waren mir dann allerdings noch lästiger als Stricknadelspiele. So hab ich für meine Socken sehr frei interpretiert. Aber die Dinger passen und sind wie erwähnt gut gegen die kalten Novemberfüße!





Und wer weiß, vielleicht mach ich mich ja doch noch auf die abenteuerliche Suche nach kunterbunter Uni-Sockenwolle?

Freitag, 16. November 2012

Rosarot ...

... muss ich zwar nich immer haben, hilft aber hervorragend gegen herbstlichen Trübsinn. Einen solchen pflege ich peinlichst genau alljährlich zwischen September und Mai. Und mit Rosarot kann man in der Regel auch die Oma in der Familie beglücken. Funktioniert vor allem so gut, weil gepaart mit Fotos vom Enkelmädchen.








Zwischen den Seiten mit den Fotos is immer eine transparente Vellum-Seite, die ich vor dem Zusammennähen mit Streuzeug befüllt habe. Prima für den Zweck sind diese klitzekleinen Fingernagelpailletten aus dem 1-Euro-Markt oder einfach kleine Stanzteile.


 




Ja und im Übrigen haben wir zum Glück ZWEI allerbeste Omis in der Familie.



Ich hab heut noch Urlaub. Es is kurz nach Neun und ich hab erst nachmittags was vor. Werd also mal nach dem Urlaubsalbum schauen. Trotz einer Megaklebeorgie am letzten Wochenende hab ich das nämlich immer noch nich fertig. Obwohl Megaklebeorgie eine sehr mangelhafte Beschreibung meinerseits für unser halbjährliches Scraptreffen in Bad Hersfeld sein kann. Meine liebe Anja, Du bist ein funkelndes Goldstück! Herzlichen Dank dafür, dass Du immer wieder so unermüdlich am Planen und Machen bist!

Nun guckt mal, wie nett die Mädels aussehen:


Ich weiß nich, ob man's erkennen kann, auf den Shirts sind drei Icons für Eat, Sleep, Scrap. Ein Mädel einer anderen reisenden Interessengemeinschaft sprach uns dann mal drauf an, was wir denn eigentlich täten, und konnte mit Scrapbooking erwartungsgemäß nich wirklich viel anfangen. Sie verriet aber man hätte gemutmaßt, wir würden Haareschneiden oder so. Haareschneiden ...!

Gruppenfoto is von der zweiten Anja stibitzt - von jener, die mir die "Hofpausen" mit ihrer Gesellschaft veredelt hat. Maja hat das mal im Foto festgehalten. Und nein, wir haben nich die ganze Zeit gekuschelt.


So, jetzt aber an den Kleber.

Sonntag, 4. November 2012

*reinschleich*

Ich hab tatsächlich drei bis fünf Minuten gesucht, wo man für 'nen neuen Post klicken muss. Aber wie Ihr seht, hab ich's ja dann gefunden. Und vorher hab ich mich doch tatsächlich mal an den Computer gesetzt und Fotos rauf geladen. Enorm, wie viel Platz auf modernen Speicherkarten zur Verfügung steht, braucht man tatsächlich ein halbes Jahr lang nich leer machen. Okay, könnte man aber. Ich gelobe Besserung. Und fang dann auch gleich mal mit 'nem neuen Dings an. Nämlich 'nen neuen Kalender. Seit ich mir die selbstbaue, muss ich ja nich mehr auf den Januar warten für sowas. So fängt der Neue also mitten im Oktober an. Gefüllt mit farbigem Schreibpapier aus Frankreich, dekoriert mit buntem Tape, gecovert mit einem alten Buchcover, welches ich zerlegt und neu zusammengefügt hab. Ist nicht sehr groß, etwa Smartphonegröße. Ich schreib ja in der Regel keine Romane dort rein.








Ich hab sogar gescrappt! Naja, jedenfalls an ca. drei Tagen in den letzten sechs Monaten. Aber voller Freude. Auch darüber, dass ich endlich mal ein Album voll bekommen habe. Nach drei Jahren ...

Die ersten Beiden zeigen mein Kind bei 'ner Fotosession anlässig 'ner Geburtstagsfeier einer Freundin. Ich würd sehr gern auf den Fotografen verlinken (ich müsste es sogar, wenn ich die Fotos hier zeige), aber weder ich noch das Kind haben Namen oder Webauftritt noch im Kopf - ich bitte im Falle der Entdeckung um Nachsicht und gelobe sofortige Nachbesserung. Noch dazu war ich so dreist und hab auch noch etwas an den Fotos rumgeschraubt, damit sie besser zum Papier passen. *räusper*






 
Und noch ein paar vom österlichen Österreich:










Urlaub war dann den ganzen Sommer über nicht. Ich musste durchhalten bis Oktober. Was sich dann aber auch gelohnt hat. Während es hier schon relativ ungemütlich um die Häuserecken zog, hatten wir jeden Tag mindestens 28 Grad und strahlendblauen Himmel. Gibt auch ein Buchprojekt, welches eigentlich als Journal angelegt war und mit auf die Reise ging, dann aber in der Nachttischschublade sein Dasein fristete. Ich muss - mal wieder - alles nacharbeiten. Bisher sieht man das:



Logbuch? Gibt's auf Schiffen sowas.


Zehn Nächte lang hat man uns 'ne kleine Runde über's Mittelmeer geschippert. Tagsüber sind wir dann durch viele schöne Orte getigert. Hübsche Sache auch das mit den Sonnenuntergängen und so.

 
Verliebt haben wir uns auch. In Barcelona. Himmel, was für 'ne Stadt! Und somit steht das nächste Urlaubsziel dann auch fest. Falls jemand von Euch 'ne nette Unterkunft weiß, ich hab für jegliche Empfehlung ein ganz großes offenes Ohr.




Und vielleicht schreib ich mir gleich noch die einzig schwarze Stunde des traumhaften Trips von der Seele. Hier lesen ja vor allem Freunde der Fotoverwurstelung mit, und Ihr könnt mein Drama verstehen wie kein anderer sonst.

Ich fuhr mit dem Vorsatz los, die meisten Urlaubsfotos mit dem Smartphone zu schießen. Schön shabby, eher begebenheits- als landschaftslastig und dann gleich vom Telefon an den WLAN-Drucker zuhause. Kein ewiges Vorsichherschieben der Urlaubsfotoaktion. So schön hab ich mir das gedacht. Und was hatte ich für hippe Fotos geschossen! Wunderbar unperfekt. Die dollsten Sachen waren da drauf, sag ich Euch. Drei Tage vor der Heimreise war ich in Monaco auf'm Klo. Und leg doch das Telefon auf die Ablage, damit es mir nich aus der Hosentasche rutscht. Beim ... na Ihr wisst schon. Tja, und lass es natürlich auch dort liegen. Vier Minuten nach Verlassen der Örtlichkeit stürmte ich schon wieder hinein. Zu spät. Nix zu finden. Eine schulterzuckende Klofrau und einen Anruf (war schon ausgeschaltet) später war die Stimmung äußerst unfestlich. Und was hab ich dann für Mantras heruntergebetet, dass es beim Reisen um das Erlebte geht und nich um die Fotos davon. Komischerweise hab ich viel weniger unter dem Verlust des im Übrigen gerade sechs Wochen alten Telefons an sich gelitten. Die paar Fotos, die wir auf der Kamera hatten, waren kein Trost. Die hatten schließlich keine Choreografie! Die sind auch nich aus meinem Herzblut gegossen! Ja gut, ich komm schon wieder runter. ;)

Ach, um nich so dramatisch abzugehen, zeig ich Euch noch, was mich auch 'ne ganze Zeit lang beschäftigt hat. Versuche in Pop-Up-Techniken. Sehr geiles Thema, hab mir ein paar Bücher besorgt und bisschen rumgeschnippelt. Leider hab ich für so komplexe Dinge selten einen Nerv, so dass es nur bei Versuchen geblieben ist. Aber wer weiß, vielleicht gewinn ich ja mal richtig groß im Lotto, und als Privatier hab ich dann Muße für neue Anläufe.


Ich meld mich wieder! Versprochen.